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Schweizer Familie, 1/2008, Reparieren geht über wegwerfen
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blaue Linie

Zusammenbrennen

Scherben wieder dauerhaft zu verbinden, funktioniert mit den Brennverfahren oder der modernen Infiltration.
Mit den in der Schweiz einmaligen Brennverfahren erreichen wir Verbindungen die normales Kleben weit übertreffen.
Ein Sprung oder Bruch verändert die optischen Eigenschaften der Oberfläche bzw. der Glasur. Deshalb wird bei zusammengesetzten Stücken, abhängig von den Lichtverhältnissen, immer mehr oder weniger eine Naht sichtbar sein. Je schmäler der Abstand der Scherben ist, desto weniger sichtbar ist er. Am absolut schmälsten ist er wenn nichts dazwischen ist, also nur Luft. Dieses wird mit der Infiltrationtechnik erreicht.

 

Dose in Scherben vorher / nachher zusammengebrannt

 

Der Hochbrand ist, für Gebrauchsgegenstände im täglichem Einsatz, prädestiniert und unübertroffen. Entscheidend für das Gelingen der Reparatur ist das Bestimmen einer tragenden Scherbe. Darauf wird Scherbe für Scherbe mit einer Spezialglasur zusammengefügt. Diese wird während des Brennvorganges flüssig und verbindet die Stücke.

Brennofen

Der Niedertemperaturbrand beruht auch auf einer eigenen, computergesteuerten Temperaturkurve. Diese Verbindungen sind für kleine Flächen mit hoher Beanspruchung, wie z.B. Tassenhenkel oder Tierbeine, ideal. Die Verbindungen werden nicht spröde und vergilben nicht, - das sind die Voraussetzungen, um sich über Jahrzehnte an seinem Lieblingsstück zu erfreuen.

Das Infiltrationsverfahren ergibt die dünnsten, unsichtbarsten Nahtstellen zwischen den Scherben. Dazu werden zuerst die einzelnen Scherben zusammengesetzt und erst dann wird ein Bindemittel in den Spalt infiltriert.
In der heutigen Restauration von Porzellan ist das Standard und wir haben es auch für andere Keramikarten weiterentwickelt. 

 

 Bedingungen beachten! siehe Reparaturbedingungen

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