Reparaturtechniken
Porzellan-
und Keramikwaren wurden schon vor Jahrhunderten
repariert. Anfänglich musste man sich zwischen
starken und stabilen oder schönen Reparaturen
entscheiden. Die Möglichkeiten waren sehr begrenzt. Da wurde mit
Harzen, Wasserglas und Bitumen verbunden, mit Kitt und Gips modelliert
und mit Wasser- und Ölfarben gemalt. - Kurz, man nahm alles was
verfügbar war, auch wenn es nach kurzer Zeit vergilbte oder undicht
wurde. Das änderte sich erst nennenswert im 20. Jahrhundert mit den
Fortschritten in der Chemie.
Die heutigen Techniken sind aus den
verschiedensten Gebieten übernommen und
weiterentwickelt. So waren Verfahren
wie der Hochbrand im 19. Jahrhundert schon bekannt. Die Restauration
von Porzellan mittels Infiltration wird unter anderem auch in Meissen
gelehrt. Das Sauberbrennen wurde in
Norddeutschland entwickelt. Dazu verwenden wir noch Unzähliges
aus der Zahntechnik und
der Farb- und Lackindustrie.
Mit Hilfe unserer langjährigen Erfahrung konnten wir die Techniken so
weit selektieren, dass sie sowohl ein schönes als
auch dauerhaftes Resultat vorweisen. Summarisch sind alle
alterungsbeständig, vergilben
nicht und sind bis mindestens 100°C hitzebeständig.
Von einem
duzend
Scherben lassen wir uns nicht erschrecken!
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vorher
/
nachher |
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Schritteweises Vorgehen
Bei einer Reparatur oder Restauration
wird grundsätzlich in vier Schritten vorgegangen. Von
Fall zu Fall kann einer oder mehrere Schritte übersprungen werden.
Andererseits müssen die Arbeitsgänge eines einzelnen Schritts
häufig mehrfach wiederholt werden, abhängig vom einzelnen Objekt.
Die
Durchlaufzeit bis ihr Stück fertig ist, wird
hauptsächlich durch die Arbeitsgänge bestimmt. Da nach jedem
meistens eine Wartezeit nötig ist, lautet die
Faustformel für ihre Wartezeit eine Woche
pro Arbeitsgang.
| 1.
Säubern |
Die einzelnen Scherben werden von Verschmutzungen,
alten
Reparaturen und fremden Materialien befreit. Es können nur absolut
saubere Teile verlässlich verbunden werden!
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| 2. Zusammenbrennen |
Die vorhandenen Scherben werden verbunden. Je nach
Material und Kundenwunsch stehen dazu verschiedene Methoden zur
Auswahl.
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| 3. Fehlteile ersetzen |
Alle fehlenden Teile wieder herstellen. Von
kleinen Splittern, angeschlagenen Rändern, verlorenen Scherben
bis zu ganzen Henkeln, Ohren, Geigenbogen usw.
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| 4.
Restaurieren |
den Farbton, die Farbsättigung und den
Glanzeffekt der Reparaturstellen an das Original anpassen.
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Bedingungen für
die Reparaturen
Unter
Beachtung
der
folgenden Hinweisen werden Sie uneingeschränkte Freude an
Ihren restaurierten Objekten haben. Andernfalls kann dafür keine
Haftung übernommen werden.
Wo nicht ausdrücklich anders angegeben gelten folgende Bedingungen:
- Farb- und
Glasurveränderungen sind
möglich, es kann hierfür nicht gehaftet werden.
- Gegenstände
nicht im Back- oder Mikrowellenofen erwärmen und nie über 100°C
erhitzen. Im Hochbrand verbundene Stücke sind davon ausgenommen.
- Bemalte
Gegenstände nur
von Hand
abwaschen und nicht längere Zeit im
Wasser liegen lassen. Ausgenommen davon sind die hochbelastbaren Farben.