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Schweizer Familie, 1/2008, Reparieren geht über wegwerfen
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Restaurieren

Was unter diesem Begriff (lateinisch; Wiederherstellung) zu verstehen ist, wird je nach Standpunkt und betroffenem Objekt sehr unterschiedlich definiert. Wir sprechen hier nicht vom Restaurieren von Bildern, Möbeln oder Wachspuppen, sondern ausschliesslich von sehr hartem Porzellan, Keramik und ähnlichem.
Hier verwenden wir "Restaurieren" für das Retouchieren der Oberflächen. Das umfasst den Farbton, die Farbsättigung, den Glanz und eventuell noch andere optische Effekte. In den meisten Fällen sind dazu mehrere Arbeitsgänge notwendig.

Die verwendeten Materialien sind nicht toxisch, dauerhaft stabil, vergilben nicht und entsprechen auch beim Anfassen der Härte des Originals. Es werden weder gummig, dicke Ölfarben noch vergilbende Holzlasuren verwendet!

 
Neuer Rand vorher / nachher Restaurierter Rand

In der Schweiz einmalig, werden mit hochbelastbarer Farbe die Schnittflächen von Tellern und die Innenseiten von Tassen wieder fit für den Alltag und den Geschirrspüler. Diese spezielle Mehrkomponentenfarbe kann nur gespritzt werden.

Beim normalen Retouchieren werden die ersetzten und modellierten Stellen im Originalfarbton bzw. -Dekor gespritzt oder von Hand nachgemalt. Danach wird die Glasur in ihrer Dicke und dem Glanzgrad dem Original angepasst. Bei Biskuitporzellan oder Puppenköpfen wird mattiert, im Extremfall bis keinerlei Glanz mehr sichtbar ist. Abschliessend kann noch mit Niedrigtemperatur fixiert werden.

Die Nahtstellen bei zusammengesetzten, glasierten Keramiken sind in Abhängigkeit der Lichtverhältnisse immer mehr oder weniger sichtbar. Erscheinen sie als Kontrast zur Umgebung können sie ein wenig abgetönt oder mit entsprechendem Mehraufwand retouchiert werden.
Sollen die Nahtstellen fast unsichtbar werden, können wir sie in einem sehr aufwändigen Verfahren auffüllen und anschliessend wegretouchieren. Für museale Restaurierungen ist dieses Verfahren unzulässig. 

 

 Bedingungen beachten! siehe Reparaturbedingungen

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